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Project

PorSSi

Entwicklung und Charakterisierung von großflächigen, porösen Silicium-Film-Anoden für Lithium-Schwefel-Silicium-Energiespeicher

Joint project
Duration
01/09/2017 - 31/12/2020
Project management
RENA • Solar Technologie
City
Freiburg
Project participants
CAU • MatWis • FNano
Amount of funding
793.513,00 €
Total budget
no information
Sponsor
BMFTR
Description of the content of the joint project
Detailed description
Challenges and goals

Um Elektroautos in Zukunft flächendeckend zu nutzen, fehlen Batterien, die genug Energie speichern und erschwinglich sind. Mit bis zu 4.200 mAh/g verfügt Silicium über eine mehr als zehnfache Kapazität verglichen mit herkömmlichen Anoden auf Graphit-Basis und ist daher ein vielversprechendes Material, um die Kapazität von Lithium-Ionen-Akkus zu steigern. Allerdings dehnt sich das Silicium beim Laden mit solch hohen Kapazität auf bis zum Vierfachen seines ursprünglichen Volumens aus, was oft zu einer mechanischen Zerstörung des Materials und Versagen der Batterie führt.

Ziel des Projektes ist daher, die Entwicklung einer Siliciumanode, die diese Limitierung überwindet und die Bereitstellung einer Fertigungstechnologie, die für den Einsatz im großtechnischen Maßstab geeignet ist.

Die CAU hat das Problem der Volumenausdehnung durch die Strukturierung des Siliciums in Form von Mikrodrähten gelöst. Die Hohlräume in der Struktur geben dem Silicium die Möglichkeit, sich auszudehnen, ohne dass das Material zerstört wird. Die bisher nur auf kleinen Flächen hergestellten Anoden aus Siliciummikrodrahtarrays der CAU Kiel zeigen eine hohe Zyklenfestigkeit von mehr als 300 Zyklen bei einer Kapazität von 3.150 mAh/g und halten dieser Kapazität auch bei schnellem Laden stand. Allerdings ist die Herstellung der Drahtanoden für eine Massenfertigung noch zu aufwendig und kostenintensiv.

Rena Technologies hat einen Prozess entwickelt, mit dem Silicium im In-line-Verfahren porös geätzt werden kann, sodass aus einem Siliciumblock dünne poröse Siliciumfolien hergestellt werden können. Dieser Prozess ist für den hohen Flächendurchsatz geeignet, wie er für die Herstellung von Lithium-Ionen-Batterien benötigt wird.

Ziel des Projektes ist es, in Kooperation zwischen der Firma Rena Technologies und dem Lehrstuhl für “Funktionale Nanomaterialien” der Universität Kiel das Verständnis für die gute Leistungsfähigkeit der Siliciummikrodraht-Anoden für die Entwicklung eines Prozesses zur Produktion großflächiger Siliciumanoden in industriellem Maßstab zu nutzen.

Content and focus of work

Die CAU untersucht die Mechanismen, die zu der exzellenten Leistung der Mikrodrahtanoden führen, um sie, auf die von Rena erzeugten Folien, zu übertragen. Neben der Struktur der Anode spielt hier die Wechselwirkung von Anodenmaterial und Elektrolyt eine wichtige Rolle sowie die Optimierung der Ladeparameter während der ersten Zyklen. Ein nicht zu verachtender Parameter ist hierbei die Veränderung der Mikrostruktur des Siliciums während des Ladevorgangs.

Zur Optimierung der Eigenschaften der erzeugten Folien entwickelt Rena die Prozessparameter des porösen Ätz-Prozesses sowie die dazugehörige Anlage weiter. Ziele sind, die Homogenität der erzeugten Schichten und ihre Struktur speziell für die Verwendung als Anode zu verbessern. Dabei kann Rena auf ihre Erfahrungen in der Prozessentwicklung zurückgreifen wie auch auf das breitgefächerte Know-how der CAU im Bereich des elektrochemischen Porenätzens. Die erzeugten Siliciumfolien werden dann bei der CAU weiter zu Halbzellen prozessiert und analysiert. Für eine zielgerichtete Arbeitsweise ist die Charakterisierung der hergestellten Siliciumfolien erforderlich. Dazu wird eine geeignete Charakterisierungsmethode entwickelt und bei den Partnern etabliert.

Ein weiterer Schlüssel zur Herstellung einer leistungsstarken Anode ist die sichere, mechanische und elektrische Verbindung des Anodenmaterials mit dem Stromableiter. Hier kombinieren die Partner Ihre Vorerfahrungen zur Verbesserung der Kontaktierung der Siliciumanoden mit der Kupferfolie. Anschließend wird das verbesserte Konzept bei Rena in Form einer Laboranlage realisiert, wobei auch hier ein Hauptaugenmerk der Entwicklung auf die gute Skalierbarkeit der Technologie im großen Maßstab liegt.

Um leistungsfähige Vollzellen herzustellen, ist außerdem eine Kathode notwendig, die für die hohen Flächenladungsdichten der Silicium-Anode geeignet ist. An der Universität Kiel werden Schwefelkathoden entwickelt, welche auf hierarchischen Graphitgerüststrukturen basieren. Bisherige Ergebnisse weisen bereits eine hohe Kapazität von 1.170 mAh/g auf der Kathodenseite auf. Diese Strukturen werden aus mit Kohlenstoffnanoröhren beschichteten ZnO-Tetrapoden gewonnen, aus denen das ZnO herausgelöst wird. Durch diese neuartige Struktur lässt sich die Druckfestigkeit des Kohlenstoffnetzwerkes um ein Vielfaches erhöhen. Die Porosität dieser Strukturen beträgt 85 Prozent, wodurch der Shuttleeffekt minimiert werden kann. Durch Modifikationen der Schwefelinfiltration und des Schwefels zu Elektrolytverhältnisses soll eine langzeitstabile Kathode entwickelt werden.

Schließlich fließen die gewonnenen Ergebnisse in die Herstellung und Charakterisierung von Vollzellen ein, die bei der CAU realisiert werden.

Zusätzlich entwirft RENA ein Kostenmodell für die Siliciumanode. Daraus werden die zulässigen Produktionskosten für die Technologie abgeleitet und als Rahmenbedingungen für die Entwicklungsarbeit im Projekt genutzt. Parallel zur technologischen Entwicklung werden die Produktionskosten der erarbeiteten Verfahren für den Einsatz im Großmaßstab modelliert. Damit werden für die einzelnen Prozessschritte auch die Kostengesichtspunkte im Blick behalten und die betriebswirtschaftliche Marktfähigkeit der entwickelten Lösungen sichergestellt.

Utilization of the results and contribution to energy storage

Die im Projekt entwickelte Batterie- und Produktionstechnologien sollen nach dem erfolgreichen Abschluss des Projekts möglichst schnell in die industrielle Nutzung überführt werden und dadurch ein nennenswerter Beitrag zur Erhöhung der Energiedichte bei gleichzeitiger Reduzierung der Herstellungskosten geleistet werden.

Project partners
Sub-project 1
Duration:

01/09/2017 - 31/12/2020

Funding code:

03XP0126A

Executing unit

RENA Technologies GmbH

Solar Technologie Center Freiburg

Hans-Bunte-Str. 19

79108 Freiburg

DE

to the Website
Sub-project 2
Batteriekonzeption von reinen, porösen Siliciumfolienanoden
Duration:

01/09/2017 - 31/12/2020

Funding code:

03XP0126B

Executing unit

Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

Institut für Materialwissenschaft

Arbeitsgruppe Funktionale Nanomaterialien

Kaiserstr. 2

24143 Kiel

DE

to the Website
Funding

Sponsor:

Bundesministerium für Bildung und Forschung
Referat 523: Werkstoffinnovationen, Batterie; Hereon, KIT

Project management agency (governmental):

Projektträger Jülich
Arbeitseinheit NMT: Neue Materialien und Chemie

Profile of funding:

Technologie- und Innovationsförderung

Type of funding:

PDIR

Systematic nature of the performance plan:

KB2220 Li-Ionen-Batterien


This project is part of the funding initiative

  • Internetauftritt zu Batterie 2020 (Transfer)

  • Bekanntmachung zum 1. Call zu Batterie 2020 (Bundesanzeiger vom 30.07.2014)

  • Bekanntmachung zum 2. Call zu Batterie 2020 (Bundesanzeiger vom 18.02.2016)

  • Bekanntmachung zum 3. Call zu Batterie 2020 (Bundesanzeiger vom 24.10.2017)

  • Bekanntmachung zu Batterie 2020 Transfer (Bundesanzeiger vom 02.09.2020)

  • The following is a summary of terms used to describe the work in the joint project (i.e. the work of all sub-projects).
    Joint-project management

    RENA Technologies GmbH

    Solar Technologie Center Freiburg

    Hans-Bunte-Str. 19

    79108 Freiburg

    DE

    to the Website
    Joint-project coordinator

    not specified

    Press contact

    Mr.

    Dirk Hensel
    RENA Technologies GmbH
    Marketingabteilung
    Höhenweg 1
    78148 Gütenbach
    Baden-Württemberg
    +49 7723 9313-914
    to the press portal
    Links
  • Joint project
  • to the website of the joint project
  • Subproject 2
  • Pressemitteilung vom 31.08.2017: Weiter fahren mit der Siliziumbatterie
    Final reports and other publications at the TIB - Leibniz Information Centre for Science and Technology and University Library
      Final reports and other publications on the funding code "03XP0126A"
      Final reports and other publications on the funding code "03XP0126B"
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