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Project

ProKal

Prozessmodellierung der Kalandrierung energiereicher Elektroden

Sub-project 1 von 3
Entwicklung von Modellen zur Beschreibung der Prozess-Struktur-Eigenschaftsbeziehung sowie Aufstellung eines Kostenmodells
Duration
01/08/2016 - 30/09/2019
Executing unit
TU Braunschweig • BLB+ • BLB
City
Braunschweig
Amount of funding
452.736,00 €
Total budget
452.736,00 €
Sponsor
BMFTR
Content description of the sub-project
Brief description
  • Kalandrierung von kontinuierlich und absatzweise beschichteter NMC-622-Kathoden und Silicium-Kohlenstoff-Anoden mit hoher Massenbeladung

  • Kalandrierprozessvariation zur Verbesserung der Produktivität und weiteren Verarbeitbarkeit

  • Analyse der Porenstrukturveränderungen und der Weiterverarbeitungseigenschaften der kalandrierten Elektroden

  • Modellierung der Prozess-Struktur-Funktion und Prozess-Kosten-Funktion der Kalandrierung

  • Kombination der verdichteten Anoden und Kathoden zu Zellen maximaler Energiedichte

Detailed description
Challenges and goals

Entscheidend für den Erfolg von mobilen Energiespeichern sind deren volumetrische und gravimetrische Energiedichte. Zu deren Erhöhung werden einerseits hochkapazitive Aktivmaterialien entwickelt, andererseits können deutliche Steigerungen durch hohe Aktivmaterialanteile und Massenbeladungen erzielt werden. Den entscheidenden Einfluss auf die resultierende volumetrische Energiedichte hat der Prozess der Verdichtung: die Kalandrierung.

Neben der signifikanten Verringerung des Schichtvolumens führt die Verdichtung zur deutlichen Steigerung der elektrischen Leitfähigkeit von Beschichtungen mit intrinsisch gering leitfähigen kathodischen Aktivmaterialien. Weiterhin können die mechanischen Eigenschaften der Beschichtung verbessert werden: Zum einen ist die Haftfestigkeit innerhalb der Schicht und an der Grenzfläche zum Substrat bedeutend für die weiterführende Handhabbarkeit und zum anderen beeinflussen die plastische und elastische Verformbarkeit die Stabilität der Elektroden gegenüber den ionischen Ein- und Auslagerungsprozessen. Die deutliche Verringerung der Porosität reduziert jedoch die elektrochemisch aktive Oberfläche und die für die Ionendiffusion notwendigen Transportkanäle.

Ein wichtiges Ziel der Kalandrierung ist dementsprechend die Optimierung der Porenstruktur. Folglich ist das Prozessverständnis entscheidend, um gezielt die optimale Poren- und Partikelstruktur und günstige mechanische Eigenschaften einstellen zu können.

Content and focus of work

Das Teilvorhaben stellt die Kalandrierung als Prozesstechnologie in den Fokus. Zunächst setzt das iPAT seine Kompetenzen der Elektrodenprozessierung zur Fertigung von Elektroden hoher gravimetrischer und volumetrischer Energiedichte durch den Einsatz hochkapazitiver Aktivmaterialien NMC-622 auf der Kathode und Silicium-Graphit auf der Anode sowie die Beschichtung und Trocknung hoher Massenbeladungen ein. Erstes Ziel sind Elektroden mit Kapazitäten über 4 mAh/cm².

Den Limitierungen bezüglich elektrischer und ionischer Leitfähigkeit in dicken Schichten wird mit dem Einsatz von Leit- und Porenadditiven begegnet. Diese sollen einerseits eine ausgeprägte elektrische Kontaktierung durch das gesamte Aktivmaterialgefüge ermöglichen und andererseits im Rahmen der Verdichtung Porenräume erhalten. Diese fehlen ansonsten der Ionendiffusion bei hoher Verdichtung, was somit die Minimierung der Schichtdicke ohne massive Einbüßen der abrufbaren Kapazitäten bei C-Raten größer 1 begrenzt. Ziel mittels der Kalandrierung ist besonders die Maximierung der volumetrischen Energiedichte über 400 mAh pro Kubikzentimeter, bezogen auf die Kathodenbeschichtung.

Sowohl die kontinuierliche als auch die intermittierende Elektrodenkalandrierung wird in Zusammenarbeit mit dem iwb der TU München ausführlich anhand on-line aufzunehmender Daten der Prozessparameter und der Maschinendynamik auf die Belastung analysiert. Hier wird die vorgesehene In-situ-Messung der Spaltweite während der Kalandrierung zur Erfassung der elastischen Rückdehnung entscheidend sein, um im Zusammenspiel aller Daten ein Maschinen-Prozess-Struktur-Modell zu erarbeiten.

Die detaillierte Analyse der Elektroden im Hinblick auf ihre Struktur (z. B. Porenradienverteilung), Weiterverarbeitungs- und elektrischen Eigenschaften dient als Bindeglied zum Struktur-Eigenschaft-Modell, welches den Prozess mit der produzierten Elektrodenqualität in Verbindung setzt. Zur Schärfung des Prozessverständnisses kommt hier der Analyse der Limitierungen in der Zelle anhand der elektrochemischen Impedanzspektroskopie durch das MEET eine besondere Bedeutung zu.

Weiterhin soll den Herausforderungen der Weiterverarbeitbarkeit dicker Schichten begegnet werden, um im Rückschluss aus der Analyse heraus die Möglichkeiten der Verbesserung der Weiterverarbeitungseigenschaften wie Haftung und Benetzbarkeit durch angepasste Prozessführung, insbesondere durch die Temperierung der Kalanderwalzen, zu eruieren.

Schließlich wird der Prozess mit den aufzuwendenden Kosten in Beziehung gesetzt und die Produktivitätssteigerung durch Erhöhung der Durchsatzgeschwindigkeit untersucht, unter Berücksichtigung möglicher Einbußen auf die Produktqualität.

Utilization of the results and contribution to energy storage

Den Kerngewinn stellt das ausgebaute Prozesswissen und -verständnis zur Optimierung der Prozessführung und Maschinenauslegung zum Aufbau und Betrieb einer zukunftsfähigen Zellfertigung dar. Hinzu kommen produktspezifische Wissensgewinne bezüglich des Verdichtungsverhaltens der verwendeten Materialien insbesondere in Rezeptur-Kombination mit den vielversprechenden Additiven.

Daraus ergibt sich einerseits die kurzfristige Aussicht des Maschinen- und Anlagenbaus, ihre Produkte auf Grundlage der Erkenntnisse weiterzuentwickeln und den Kunden im Hinblick auf die Anwendung zur gezielten Verdichtung von Batterieelektroden zu unterstützen. Die Nutzer profitieren von den Untersuchungen zur Strukturoptimierung zur Maximierung der Elektrodenperformance bezüglich abrufbarer gravimetrischer und, im begrenzten Bauraum noch entscheidenderen, volumetrischen Energiedichte sowie Langlebigkeit.

Mittelfristig können die Ergebnisse zudem auf Materialebene zu deutlichen Produktverbesserungen der Bestandteile beitragen, indem die Leistungsfähigkeit von Aktivmaterialien selbst und durch verbesserte Additive in hochverdichteten Elektroden gesteigert wird.

Das Projekt adressiert explizit die Entwicklung von wissensbasierten Modellen zur Beschreibung der Wechselwirkung zwischen Maschine, Prozessführung, erzielten Strukturen und Eigenschaften und schließlich den sich daraus ergebenden Qualitätscharakteristika. Die Projektergebnisse werden somit möglichst allgemeingültige, anwendungsnahe Modelle, welche den wissenschaftlichen Fortschritt und die technische Prozesskontrolle unmittelbar beflügeln können. Kurzfristig wird dadurch das publizierte Prozesswissen um entscheidende, grundlegende Erkenntnisse bereichert, worauf mittelfristig aufgebaut werden kann, um die aufgestellten Modelle an weiteren Maschinendimensionen, Prozessparameterkombinationen und Materialien zu verifizieren und detailliert weiterzuentwickeln.

Project management as
Executing unit

Technische Universität Braunschweig

Braunschweiger LabFactories for Batteries and more

Battery LabFactory Braunschweig

Langer Kamp 19

38106 Braunschweig

DE

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Recipient of funding
Technische Universität Braunschweig

Universitätsplatz 2

38106 Braunschweig

DE

to the Website
Funding

Funding code: 03XP0077A

Sponsor:

Bundesministerium für Bildung und Forschung
Referat 523: Werkstoffinnovationen, Batterie; Hereon, KIT

Project management agency (governmental):

Projektträger Jülich
Arbeitseinheit NMT: Neue Materialien und Chemie

Profile of funding:

Technologie- und Innovationsförderung

Type of funding:

PDIR

Systematic nature of the performance plan:

KB2220 Li-Ionen-Batterien


This project is part of the joint project
Other sub-projects of the joint project
Sub-project 2
Untersuchung der Kalandrierung von Dickschichtelektroden hinsichtlich des Maschinenverhaltens und der Weiterverarbeitbarkeit
Duration:

01/08/2016 - 30/09/2019

Funding code:

03XP0077B

Executing unit

Technische Universität München

Institut für Werkzeugmaschinen und Betriebswissenschaften

Boltzmannstr. 15

85748 Garching b. München

DE

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Sub-project 3
Korrelation der Performanz einer Batterie mit den resultierenden Parametern des Verdichtungsprozesses bei der Elektrodenprozessierung
Duration:

01/08/2016 - 30/09/2019

Funding code:

03XP0077C

Executing unit

Universität Münster

MEET - Münster Electrochemical Energy Technology

Corrensstr. 46

48149 Münster

DE

to the Website

This project is part of the funding initiative

  • Internetauftritt zu ProZell

  • Bekanntmachung zu Clusters Go Industry (Bundesanzeiger vom 03.02.2023)

  • Sub-project lead

    Technische Universität Braunschweig

    Braunschweiger LabFactories for Batteries and more

    Battery LabFactory Braunschweig

    Langer Kamp 19

    38106 Braunschweig

    DE

    to the Website
    Sub-project manager

    Mr.

    Prof. Dr. Arno Kwade
    +49 531 391-9610
    a.kwade@tu-braunschweig.de
    Press contact
    Technische Universität Braunschweig
    Stabsstelle Presse und Kommunikation
    Universitätsplatz 2
    38106 Braunschweig
    Niedersachsen
    +49 531 391-4125
    presse@tu-braunschweig.de
    to the press portal

    Joint-project management

    Technische Universität Braunschweig

    Braunschweiger LabFactories for Batteries and more

    Battery LabFactory Braunschweig

    Langer Kamp 19

    38106 Braunschweig

    DE

    to the Website
    Joint-project coordinator

    Mr.

    Prof. Dr. Arno Kwade
    +49 531 391-9610
    a.kwade@tu-braunschweig.de
    Press contact
    Technische Universität Braunschweig
    Stabsstelle Presse und Kommunikation
    Universitätsplatz 2
    38106 Braunschweig
    Niedersachsen
    +49 531 391-4125
    presse@tu-braunschweig.de
    to the press portal
    Links
  • Subproject
  • to the website of the subproject
  • Joint project
  • to the website of the joint project
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