Laufzeit | 01.05.2021 - 28.02.2025 |
Projektkoordination | Auto-Entwicklungsring Sachsen |
Standort | k. A. |
Projektbeteiligte | Basdorf, Lampe & Partner Compositence FhG • IWU INVENT LXP Group MID Solutions TIGRES iPoint |
Fördersumme | 2.924.641,00 € |
Projektvolumen | k. A. |
Fördergeber | BMWE |
CO2-Bilanzierung, LCA und LCC für Werkstoffe, Technologien und Systeme
Entwicklung innerer Tragstrukturen mit integrierten Temperierkanälen sowie funktionsintegrierter äußerer Tragstrukturen
Entwicklung nachhaltiger Brandschutzmaterialien
Entwicklung eines lastpfadoptimierten Deckels
Demonstratorentwicklung mit Nachweis der Kohlenstoffdioxid-Reduktion
Das Batteriesystem ist die zentrale Komponente eines E-Autos. Reichweite und Ladeleistung entscheiden wesentlich über die Akzeptanz der Elektromobilität bei Kundinnen und Kunden. Die Wettbewerbsfähigkeit der herstellenden Unternehmen hängt letztlich davon ab. Wichtige Elemente eines Batteriesystems für E-Autos sind nicht nur das Batteriemodul selbst mit seinen Zellen, sondern ebenso das Gehäuse mit Strukturen zur Lastverteilung und Temperaturregulierung, Rahmen, Deckeln sowie Bodenplatten, die in ihrer Gesamtheit vor Überhitzung schützen müssen und bei Unfällen Beschädigungen des Batteriekerns abwenden sollen.
Partner aus Forschung und Industrie demonstrieren im Projekt CoolBat, wie innovative Konstruktionsprinzipien, Materialien und Produktionsverfahren dazu beitragen, Gehäuse für diese Batteriesysteme klimafreundlich herzustellen und zugleich bessere Gebrauchseigenschaften zu integrieren. Die Batteriegehäuse werden dabei leichter und sparen bis zu 15 Prozent Kohlendioxid – und das bei höherer Leistung des Batteriesystems, schnellerem Laden sowie mehr Reichweite. Darüber hinaus soll die Herstellung der Batteriegehäuse im Vergleich zu bisher angewandten Verfahren deutlich effizienter werden.
Im Fokus des Projekts stehen die Entwicklung, Optimierung und Skalierung von Leichtbaumaterialien und -technologien. Um die einzelnen Entwicklungen zusammenzuführen und hinsichtlich Ressourceneffizienz und Leichtbau zu bewerten, wird das Batteriesystem eines Elektrofahrzeugs als Anwendungsbeispiel und Demonstrator gewählt. Diese Batteriesysteme stellen eine zentrale Innovationskomponente nachhaltiger Mobilität dar und sind entscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit elektrisch angetriebener Fahrzeuge Made in Germany.
Die sehr gute Übertragbarkeit der Ergebnisse, die anhand einzelner Leichtbaukomponenten und dem Gesamtsystem generiert werden, auf weitere Branchen ist ein erklärtes Ziel der Projektpartner. Die Lebenszyklusanalyse wird über den gesamten Entwicklungsprozess durchgeführt. Die Berücksichtigung der Ergebnisse in jeder Projektphase führt zur Kohlenstoffdioxid-reduzierten Material- und Technologieauswahl und nachhaltigen Produktperformance über den Lebenszyklus. Masseeinsparungen über neue Konstruktionsprinzipien werden durch das Zusammenlegen von Subsystemen zu funktionsintegrierten Strukturen realisiert, wie bspw. der gießtechnischen Integration von Kühlleitungen in Tragstrukturen oder der Integration von Kühlleitungen und Crashabsorptions-Systemen in einer Unterbodensandwichstruktur über energieabsorbierende Aluminiumschaumkernwerkstoffe.
Durch Verwendung lastpfadgerechter Faser-Kunststoff-Verbunde (FKV) in Form von Towpregs soll der Einsatz von Werkstoffen mit hoher CO2-Belastung (Carbonfaser) minimiert werden. Die Masseeinsparung über neue Materialien erfolgt über die Entwicklung geometrisch flexibler Wärmeleitwerkstoffe mit einstellbaren Eigenschaften. Diese sollen energetisch aufwendig hergestellte, ökologisch hoch belastete und kostenintensive Wärmeleitpasten ersetzen. Kohlenstoffdioxid-Einsparungen über integrale Fertigungsprozesse werden durch die gießtechnische Herstellung von Tragstrukturen mit integrierter Fluidleitstruktur sowie die integrale Fertigung flächiger Tragstrukturen mit Crashintrusions-Schutzfunktion angestrebt. Durch die Reduktion der Anzahl an Einzelsystemen in Verbindung mit integralen Fertigungsprozessen können kosten- und masseintensive Schnittstellen sowie die Anzahl an energieintensiven Fügetechnologien reduziert werden. Als Konsequenz lässt sich somit Energie im Fertigungs- und Montageprozess einsparen und der Kohlenstoffdioxid-Ausstoß durch eine geringere Gesamtmasse während der Nutzungsphase realisieren. Außerdem werden intumeszierende Schäume auf Ligninbasis zur Realisierung des Brandschutzes untersucht.
Anhand eines Demonstrators wird schließlich die Funktionsfähigkeit der entwickelten Werkstoffe und die Umsetzbarkeit der konzipierten Prozesse erfolgen. Damit werden die Forschungsresultate besser sichtbar sowie Akzeptanz und Vertrauen bei den Anwendern gestärkt.
01.05.2021 - 28.02.2025
03LB2005B
01.05.2021 - 31.10.2024
03LB2005C
Christian-Pommer-Str. 34
38112 Braunschweig
DE
01.05.2021 - 30.04.2024
03LB2005D
01.05.2021 - 31.10.2024
03LB2005E

01.05.2021 - 31.10.2024
03LB2005F
01.05.2021 - 31.10.2024
03LB2005G
01.05.2021 - 31.10.2024
03LB2005H
Köpenicker Str. 325
12555 Berlin
DE
01.05.2021 - 31.10.2024
03LB2005I
01.05.2021 - 31.12.2024
03LB2005J
Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e. V.
Reichenhainer Str. 88
09126 Chemnitz
DE

Fördergeber:
Projektträger:
Förderprofil:
Technologie- und Innovationsförderung
Förderart:
Direkte Projektförderung
Leistungsplansystematik:
TTP Leichtbau, Kohlendioxideinsparung und -bindung durch neue Konstruktionstechniken
Technologietransfer-Programm Leichtbau (TTP LB)
keine Angaben
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