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Projekt

MEET Hi-END

Materialien und Komponenten für Batterien mit hoher Energiedichte

Teilprojekt 4 von 6
Elektrochemische Charakterisierung und Modellierung festelektrolytbasierter Lithium-Luft-Zellen
Laufzeit
01.10.2012 - 31.03.2016
Ausführende Stelle
KIT • IAM • ET
Standort
Karlsruhe
Fördersumme
598.718,00 €
Projektvolumen
598.718,00 €
Fördergeber
BMFTR
Inhaltliche Beschreibung des Teilprojektes
Kurzbeschreibung
  • Aufbau und Test von Lithium-Luft-Zellen auf Basis oxidischer Festelektrolyte

  • Impedanzanalyse von Festelektrolyten, Grenzflächen und Elektroden in Lithium-Luft-Zellen

  • Modellbildung und Simulation festelektrolytbasierter Lithium-Luft-Zellen

  • Ableitung von Designrichtlinien für Lithium-Luft-Zellen

Ausführliche Beschreibung
Herausforderungen Und Ziele

Im Teilprojekt sollen in Kooperation mit den Partnern Forschungszentrum Jülich GmbH (FZJ), Westfälische Wilhelms-Universität Münster und Mie University wasserbasierte Lithium-Luft-Zellen auf Basis eines LTAP-Dünnschichtelektrolyten entwickelt werden.

Eine Voraussetzung für die Entwicklung einer derartigen Lithium-Luft-Zelle ist das Verständnis der Transportvorgänge im Elektrolyten, der Einfluss von Defekten und Korngrenzen sowie Wechselwirkungen zwischen Elektrolyt und Elektroden. Die Impedanzspektroskopie, ein Forschungsschwerpunkt am KIT IAM-WET ist das Mittel der Wahl, um diese Zusammenhänge zu untersuchen. Modelle, die den Lithiumtransport im Festelektrolyten wie auch über die Grenze Festelektrolyt/Elektrode beschreiben, sollen entwickelt und validiert werden.

Die in den Elektroden ablaufenden elektrochemischen Prozesse sollen durch Impedanzmessungen an Halb- und Vollzellen und die Auswertung der Impedanzspektren über die Verteilungsfunktion der Relaxationszeiten analysiert werden. Auf Basis der experimentellen Ergebnisse werden Modelle entwickelt, die quantitative Aussagen über den Anteil der einzelnen elektrochemischen Prozesse am Innenwiderstand der Zelle ermöglichen. In Abhängigkeit von der jeweiligen Fragestellung sollen sowohl homogenisierte als auch ortsaufgelöste FEM-Mikrostrukturmodelle eingesetzt werden.

Das wissenschaftliche Ziel der Arbeiten am KIT IAM-WET ist ein Zellmodell für Lithium-Luft-Zellen, welches Vorhersagen über Kapazität und Innenwiderstand einer Zelle in Abhängigkeit von materialspezifischen und mikrostrukturellen Kenngrößen und dem gewählten Zellaufbau ermöglicht. Durch Simulationsrechnungen mit entsprechenden Parametervariationen soll der Einfluss der verschiedenen Parameter analysiert werden. Ferner sollen Designrichtlinien für Lithium-Luft-Zellen abgeleitet werden. Diese fließen in die Entwicklung leistungsfähiger Elektrolyt- und Elektrodenstrukturen ein, die eine signifikante Verbesserung der Leistungsdichte und Zyklenstabilität der Lithium-Luft-Zelle erwarten lassen.

Inhalt und Arbeitsschwerpunkte

Am KIT IAM-WET wurden drei Arbeitsschwerpunkte verfolgt:

  1. Experimentelle Untersuchungen und Modellierung von Festelektrolyten:

Es wurden Festelektrolyte unterschiedlicher Zusammensetzung mittels Impedanzspektroskopie untersucht. Zur Erfassung der Bulkleitfähigkeit wurde ein Hochfrequenz-Impedanzmessplatz (fmax = 3 GHz) entwickelt. Dieser Aufbau erlaubt eine Messung der Bulkleitfähigkeit unter Verwendung blockierender Elektroden. Um bei der Bestimmung von niederfrequenten Korngrenzwiderständen keinen Einfluss der blockierenden Elektroden zu überlagern, wurde eine neu entwickelte Interface-Zelle eingesetzt.

  1. Experimentelle Untersuchungen und Modellierung von Lithium-Luft-Zellen:

Neben der Analyse der verwendeten Einzelkomponenten wurden auch die vorhandenen Grenzflächen auf Stabilität, sowie deren Grenzflächenwiderstand untersucht. Um dies ohne Überlagerung anderer Prozesse zu ermöglichen, wurde ein Aufbau entwickelt (Interface-Zelle), der eine experimentelle Untersuchung von Festelektrolyt/Flüssigelektrolyt-Grenzflächen ermöglicht. Basierend auf diesem Setup konnten die entsprechenden Grenzflächenwiderstände und deren Zeitkonstanten in Abhängigkeit von Parametervariationen (z. B. Temperatur und Ladezustand) mittels Impedanzspektroskopie bestimmt werden. Die gemessenen Spektren wurden mit Hilfe von geeigneten Ersatzschaltbildmodellen ausgewertet, um die Prozesse und deren Abhängigkeit entsprechend zu quantifizieren. Mit Hilfe dieser Parameter wurde ein Modell aufgestellt, das eine Vorhersage der Zellimpedanz unter Berücksichtigung von Mikrostrukturparametern ermöglicht.

  1. Kooperation und Know-how-Transfer:

Ein weiterer wichtiger Baustein des Projektes lag in der Zusammenarbeit zwischen japanischen und deutschen Wissenschaftlern. Im Rahmen mehrerer Gastaufenthalte erfolgte ein intensiver wissenschaftlicher Austausch im Hinblick auf die Synthese von Komponenten für Lithium-Luft-Zellen, den Aufbau von Vollzellen sowie Impedanzanalyse und Mikrostrukturrekonstruktion.

Nutzung der Ergebnisse und Beitrag zur Energiespeicherung

Die Lithium-Luft-Zelltechnologie ist im Vergleich zu anderen lithiumbasierten Batterietechnologien noch am weitesten von der Produktreife entfernt, besitzt aber im Hinblick auf ihre Energiedichte ein weitaus höheres Potenzial. Experimentelle Untersuchungen in Kombination mit Modellbildung und Simulation haben gezeigt, dass mit einem entsprechenden Zelldesign eine leistungsfähige Lithium-Luft-Zelle realisierbar sein sollte. Die erzielten Ergebnisse können in Folgeprojekten Designrichtlinien für die Realisierung leistungsfähiger Lithium-Luft-Zellen liefern.

Die im Rahmen des Projektes entwickelten Messverfahren ermöglichen, teilweise erstmalig in der Literatur (Interfaces), die Quantifizierung von relevanten Beiträgen (Einzelkomponenten und Interfaces) zur Gesamtperformance von Lithium-Luft-Zellen. Darüber hinaus sind diese auch auf andere elektrochemische Systeme übertragbar. So wird die Hochfrequenz-Impedanzmesstechnik bereits in der Entwicklung von All-solid-state-Batterien (BMBF-Projekt Felizia) eingesetzt, es können aber auch andere ionische und elektronische Leiter (z. B. Natrium-Ionen-Leiter und Sauerstoffmembranen) charakterisiert werden. Die im Projekt entwickelte Interface-Zelle kann für andere elektrochemische Konzepte angewendet werden, in denen Fest/Flüssig-Grenzflächen eine Rolle spielen.

Projektbetreuung als
Ausführende Stelle

Karlsruher Institut für Technologie

Institut für Angewandte Materialien

Elektrochemische Technologien

Adenauerring 20 b

Gebäude 50.40

76131 Karlsruhe

DE

zum Internetauftritt
Zuwendungsempfänger

Karlsruher Institut für Technologie

Universitätsaufgaben, Campus Süd

Kaiserstr. 12

76131 Karlsruhe

DE

zum Internetauftritt
Förderung

Förderkennzeichen: 03X4634D

Fördergeber:

Bundesministerium für Bildung und Forschung
Referat 523: Werkstoffinnovationen; Hereon

Projektträger:

Projektträger Jülich
Arbeitseinheit NMT: Neue Materialien und Chemie

Förderprofil:

Technologie- und Innovationsförderung

Förderart:

Direkte Projektförderung

Leistungsplansystematik:

Li-Ionen-Batterien


Dieses Projekt ist Teil des Verbundprojekts
Weitere Teilprojekte des Verbundvorhabens
Teilprojekt 1
Analyse und Simulation von Zellprozessen und Gesamtzellverhalten in neuartigen Hochenergie-Batterien
Laufzeit:

01.10.2012 - 31.03.2016

Förderkennzeichen:

03X4634B

Ausführende Stelle

Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen

Institut für Stromrichtertechnik und Elektrische Antriebe

Lehrstuhl für Elektrochemische Energiewandlung und Speichersystemtechnik

Campus-Boulevard 89

52074 Aachen

DE

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Teilprojekt 2
Laufzeit:

01.10.2012 - 31.03.2016

Förderkennzeichen:

03X4634A

Ausführende Stelle

Universität Münster

Institut für Anorganische und Analytische Chemie

Arbeitsgruppe Wiemhöfer

Corrensstr. 28/30

48149 Münster

DE

zum Internetauftritt
Teilprojekt 3
Neue Elektroden, Elektrolyt und Schutzschichtkonzepte für Lithium-Batterien mit hoher Energiedichte
Laufzeit:

01.10.2012 - 31.03.2016

Förderkennzeichen:

03X4634C

Ausführende Stelle

Forschungszentrum Jülich GmbH

Institute of Energy Materials and Devices (IMD)

Werkstoffsynthese und Herstellungsverfahren (IMD-2)

Wilhelm-Johnen-Str.

52425 Jülich

DE

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Teilprojekt 5
Laufzeit:

01.10.2012 - 30.09.2014

Förderkennzeichen:

03X4634E

Ausführende Stelle
Batt Abwicklungs GmbH
inaktiv
letzte Adresse

Mercatorstr. 67

21502 Geesthacht

DE

Teilprojekt 6
Weiterentwicklung einschließlich des Transfers in der Zellfertigung von aussichtsreichen Hochkapazitätsbatteriematerialien
Laufzeit:

01.07.2014 - 31.03.2016

Förderkennzeichen:

03X4634F

Ausführende Stelle
Helmholtz-Institut Ulm

Helmholtzstr. 11

89081 Ulm

DE

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Im Folgenden sind Begriffe zusammengefasst, welche die Arbeiten im Teilprojekt beschreiben sollen.
Teilprojektleitung

Karlsruher Institut für Technologie

Institut für Angewandte Materialien

Elektrochemische Technologien

Adenauerring 20 b

Gebäude 50.40

76131 Karlsruhe

DE

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Teilprojektleiter*in

Frau

Prof. Dr. Ellen Ivers-Tiffée
+49 721 608-47491
Pressekontakt

Frau

Margarete Lehné
Karlsruher Institut für Technologie
Gesamtkommunikation
Kaiserstr. 12
76131 Karlsruhe
Baden-Württemberg
+49 721 608-41157
margarete.lehne@kit.edu
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Verbundprojektkoordination

Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen

Institut für Stromrichtertechnik und Elektrische Antriebe

Lehrstuhl für Elektrochemische Energiewandlung und Speichersystemtechnik

Campus-Boulevard 89

52074 Aachen

DE

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Verbundprojektkoordinator*in

Herr

Prof. Dr. Dirk Uwe Sauer
+49 241 80-96977
dirkuwe.sauer@isea.rwth-aachen.de
Pressekontakt
Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen
Presse und Kommunikation
Templergraben 55
52062 Aachen
Nordrhein-Westfalen
+49 241 80-94322
pressestelle@rwth-aachen.de
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