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Projekt

MEET Hi-END

Materialien und Komponenten für Batterien mit hoher Energiedichte

Teilprojekt 6 von 6
Weiterentwicklung einschließlich des Transfers in der Zellfertigung von aussichtsreichen Hochkapazitätsbatteriematerialien
Laufzeit
01.07.2014 - 31.03.2016
Ausführende Stelle
HIU
Standort
Ulm
Fördersumme
577.245,00 €
Projektvolumen
577.245,00 €
Fördergeber
BMFTR
Inhaltliche Beschreibung des Teilprojektes
Kurzbeschreibung
  • Entwicklung neuer ionischer Flüssigkeiten zur Erhöhung der Lithiumlöslichkeit

  • Optimierung der Abscheidung von elementarem Lithium an der Anode aus ionischen Flüssigkeiten

  • Synthese, Charakterisierung und Optimierung von 3D-strukturierten Einlagerungsmaterialien

  • Optimierung der Material- und Zellentwicklung im Hinblick auf die praktische Umsetzbarkeit und Anwendbarkeit der einzelnen Komponenten

  • standardisierte Herstellung von Zellen zur anschließenden systematischen Untersuchung der Eigenschaften und Alterung

Ausführliche Beschreibung
Herausforderungen Und Ziele

Die Verfügbarkeit von aufladbaren Batteriespeichern mit exzellenter Performance wird in Zukunft eine immer größere Rolle in der technischen Entwicklung und in der Realwirtschaft einnehmen. Dies steht im Zusammenhang mit dem teilweisen oder vollständigen Ersatz fossiler Brennstoffe für mobile Anwendungen sowie der verstärkten Nutzung von regenerativen Energiequellen, die durch die aktuellen Diskussionen rund um die Nutzung der Kernkraft noch weiter an Bedeutung gewonnen haben.

Für den Technologiestandort Deutschland ist es wichtig, die im Zusammenhang mit Batteriespeichern stehende Wertschöpfungskette vollständig abzubilden, wobei hier vor allem der Material-, Komponenten- und Zellentwicklung eine besondere Rolle zukommt. Das übergreifende zentrale Ziel des Verbunds MEET Hi-EnD ist es, durch Fokussierung auf eine Auswahl neuer Materialien einen klaren Fortschritt auf dem Weg zur nächsten Generation von Lithium-Batterien mit deutlich erhöhter Energiedichte zu erreichen. Angestrebt wird eine Verfünffachung als Voraussetzung für den breiten Einstieg in die Elektromobilität.

Um den Übergang zu Batteriesystemen mit höherer Energiedichte zu ermöglichen, ist jedoch die Entwicklung neuer Elektroden- und Elektrolytmaterialien notwendig. Bei den bisher in Lithium-Ionen-Batterien verwendeten oxidischen Kathodenmaterialien ist die Lithiumeinlagerung auf maximal ein Lithiumatom pro Formeleinheit des Aktivmaterials begrenzt. Eine vielversprechende Materialklasse zur Realisierung von Hochkapazitätskathoden sind nanostrukturierte, hochporöse Einlagerungsmaterialien, die deutlich höhere maximal realisierbare Lithium-Gehalte im „überstöchiometrischen“ Konzentrationsbereich erlauben, ohne dass nachteilige strukturelle Änderungen auftreten. Als Anodenmaterial für Hochenergiebatterien würde sich Lithiummetall aufgrund der hohen spezifischen Kapazität am besten eignen.

Jedoch können die klassischen organischen Flüssigelektrolyte der Lithium-Ionen-Technologie nicht in Kombination mit Lithiummetall-Anoden und Kathoden mit hoher Lithiumkapazität eingesetzt werden. Daher ist die Entwicklung neuer Elektrolytkonzepte notwendig. Ein vielversprechender Ansatz ist die Verwendung von Elektrolyten auf Basis von ionischen Flüssigkeiten. Attraktiv an solchen Elektrolyten ist neben der hohen chemischen und thermischen Stabilität die erhöhte Sicherheit.

Inhalt und Arbeitsschwerpunkte

Die Aktivitäten des Teilprojekts des KIT (HIU) sind standortübergreifend in die WING-Zentren I und III des Projekts MEET Hi-EnD integriert. Der Inhalt des Teilprojektes ist die Entwicklung neuer und verbesserter Komponenten für Batterien mit hoher Energiedichte sowie der Einsatz und die Etablierung dieser Materialien in der Zellfertigung. Ein Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung neuer Elektrolyte auf Basis ionischer Flüssigkeiten, sowie der Synthese nanostrukturierter, hochporöser Kathoden mit hoher spezifischer Kapazität. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Verarbeitung der Materialien für Zelltests und der elektrochemischen Charakterisierung.

Bei den Elektrolytsystemen ist die Herstellung angepasster ionischer Flüssigkeiten ein zentraler Punkt. Durch die Verwendung von ionischen Flüssigkeiten sind die für Hochenergiebatterien gewünschten Eigenschaften wie hohe thermische Stabilität, niedriger Dampfdruck, sehr gute Leitfähigkeit und ausgezeichnete elektrochemische Stabilität erreichbar. Dabei steht die gezielte Entwicklung neuer ionischer Flüssigkeiten mit erhöhter Lithiumlöslichkeit durch die Verwendung bereits etablierter Syntheseprozeduren im Vordergrund. Diese sollen neben einer hohen Löslichkeit für Lithium auch einen schnellen Transport ermöglichen.

Auf der Kathodenseite ist die Synthese, Charakterisierung und Optimierung von nanostrukturierten, hochposören Einlagerungsmaterialien wie Aero- und Xerogelen auf Basis von Vanadiumoxidsystemen der Hauptfokus. Durch die stabile, poröse Struktur der Oxidkathoden können höhere Lithiumeinlagerungskapazitäten erreicht werden. Dies eröffnet die Möglichkeit hohe Energiedichte und hohe Leistung effektiv miteinander zu kombinieren.

Unter Verwendung der von Projektpartnern entwickelten und zur Verfügung gestellten Materialien werden mit der am KIT (HIU) vorhandenen Produktionstechnologie Zellen gefertigt und getestet. Dadurch soll die Material- und Zellentwicklung in Hinblick auf die praktische Umsetzbarkeit und Anwendbarkeit der einzelnen Komponenten optimiert sowie eine standardisierte Zellherstellung zur anschließenden systematischen Untersuchung der Eigenschaften erreicht werden.

Nutzung der Ergebnisse und Beitrag zur Energiespeicherung

Das in diesem Teilprojekt entwickelte Zellkonzept vereint die Vorteile der Verwendung von Kathodenmaterialien mit hoher Lithiumkapazität und Elektrolyten mit verbesserter thermischer und (elektro)-chemischer Stabilität sowie erhöhter Sicherheit. Die poröse Struktur der Einlagerungsmaterialien ermöglicht es dem Elektrolyten, weit in die Kathodenstruktur zu penetrieren. Zusätzlich wird durch die spezielle bandähnliche Morphologie der Vanadiumoxidaerogele der Diffusionspfad der interkalierten Ionen minimiert.

Der Einsatz von ionischen Flüssigkeiten in dieser Zellchemie führt nicht nur zu einer Verbesserung der Langzeitzyklenstabilität, sondern ermöglicht auch die Anwendung dieser Systeme bei Temperaturen über Raumtemperatur. Dadurch benötigen die vorgeschlagenen Zellen im Gegensatz zu konventionellen Lithium-Ionen-Batterien keine zusätzliche Kühlung. Dies ermöglicht die Einsparung von Kosten bei der Implementierung dieser Zellen in ein Batteriesystem. Zusätzlich kann durch die entwickelte Elektrodenprozessierung auf die Verwendung giftiger und gefährlicher Chemikalien verzichtet werden. Der Einsatz ionischer Flüssigkeiten führt des Weiteren zu einer Verbesserung der Recyclierbarkeit der Elektrolyte.

Durch die Kombination der beiden neu entwickelten Komponenten können Hochenergiespeichersysteme mit verbessertem Zyklisierverhalten und erhöhter Sicherheit realisiert werden, die auch im Hinblich auf Umweltfreundlichkeit Vorteile im Vergleich zum Stand der Technik der wieder aufladbaren elektrochemischen Energiespeichersysteme aufweisen.

Projektbetreuung als
Ausführende Stelle
Helmholtz-Institut Ulm

Helmholtzstr. 11

89081 Ulm

DE

zum Internetauftritt
Zuwendungsempfänger

Karlsruher Institut für Technologie

Großforschungsaufgaben, Campus Nord

Hermann-von-Helmholtz-Platz 1

76344 Eggenstein-Leopoldshafen

DE

zum Internetauftritt
Förderung

Förderkennzeichen: 03X4634F

Fördergeber:

Bundesministerium für Bildung und Forschung
Referat 523: Werkstoffinnovationen; Hereon

Projektträger:

Projektträger Jülich
Arbeitseinheit NMT: Neue Materialien und Chemie

Förderprofil:

Technologie- und Innovationsförderung

Förderart:

Direkte Projektförderung

Leistungsplansystematik:

Li-Ionen-Batterien


Dieses Projekt ist Teil des Verbundprojekts
Weitere Teilprojekte des Verbundvorhabens
Teilprojekt 1
Analyse und Simulation von Zellprozessen und Gesamtzellverhalten in neuartigen Hochenergie-Batterien
Laufzeit:

01.10.2012 - 31.03.2016

Förderkennzeichen:

03X4634B

Ausführende Stelle

Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen

Institut für Stromrichtertechnik und Elektrische Antriebe

Lehrstuhl für Elektrochemische Energiewandlung und Speichersystemtechnik

Campus-Boulevard 89

52074 Aachen

DE

zum Internetauftritt
Teilprojekt 2
Laufzeit:

01.10.2012 - 31.03.2016

Förderkennzeichen:

03X4634A

Ausführende Stelle

Universität Münster

Institut für Anorganische und Analytische Chemie

Arbeitsgruppe Wiemhöfer

Corrensstr. 28/30

48149 Münster

DE

zum Internetauftritt
Teilprojekt 3
Neue Elektroden, Elektrolyt und Schutzschichtkonzepte für Lithium-Batterien mit hoher Energiedichte
Laufzeit:

01.10.2012 - 31.03.2016

Förderkennzeichen:

03X4634C

Ausführende Stelle

Forschungszentrum Jülich GmbH

Institute of Energy Materials and Devices (IMD)

Werkstoffsynthese und Herstellungsverfahren (IMD-2)

Wilhelm-Johnen-Str.

52425 Jülich

DE

zum Internetauftritt
Teilprojekt 4
Elektrochemische Charakterisierung und Modellierung festelektrolytbasierter Lithium-Luft-Zellen
Laufzeit:

01.10.2012 - 31.03.2016

Förderkennzeichen:

03X4634D

Ausführende Stelle

Karlsruher Institut für Technologie

Institut für Angewandte Materialien

Elektrochemische Technologien

Adenauerring 20 b

Gebäude 50.40

76131 Karlsruhe

DE

zum Internetauftritt
Teilprojekt 5
Laufzeit:

01.10.2012 - 30.09.2014

Förderkennzeichen:

03X4634E

Ausführende Stelle
Batt Abwicklungs GmbH
inaktiv
letzte Adresse

Mercatorstr. 67

21502 Geesthacht

DE

Im Folgenden sind Begriffe zusammengefasst, welche die Arbeiten im Teilprojekt beschreiben sollen.
Teilprojektleitung
Helmholtz-Institut Ulm

Helmholtzstr. 11

89081 Ulm

DE

zum Internetauftritt
Teilprojektleiter*in

Herr

Prof. Dr. Stefano Passerini
stefano.passerini@kit.edu
Pressekontakt

Herr

Patrick von Rosen
Helmholtz-Institut Ulm
Marketing & Öffentlichkeitsarbeit
Helmholtzstr. 11
89081 Ulm
Baden-Württemberg
+49 0731 50-34013
patrick.rosen@kit.edu

Verbundprojektkoordination

Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen

Institut für Stromrichtertechnik und Elektrische Antriebe

Lehrstuhl für Elektrochemische Energiewandlung und Speichersystemtechnik

Campus-Boulevard 89

52074 Aachen

DE

zum Internetauftritt
Verbundprojektkoordinator*in

Herr

Prof. Dr. Dirk Uwe Sauer
+49 241 80-96977
dirkuwe.sauer@isea.rwth-aachen.de
Pressekontakt
Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen
Presse und Kommunikation
Templergraben 55
52062 Aachen
Nordrhein-Westfalen
+49 241 80-94322
pressestelle@rwth-aachen.de
zum Presseportal
Abschlussberichte und sonstige Veröffentlichungen in der TIB –Leibniz-Informationszentrum Technik und Naturwissenschaften und Universitätsbibliothek
    Abschlussberichte und sonstige Veröffentlichungen zum Förderkennzeichen "03X4634F"
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