OrganizationsProjectsInfrastructureMore ProjectsParticipationHelpAbout us
Members Area

Project

KonSuhl

Kontinuierlicher Herstellprozess von Elektrodensuspensionen mittels Extrudern

Individual project
Duration
01/08/2016 - 30/09/2019
Executing unit
TU Braunschweig • BLB+ • BLB
City
Braunschweig
Amount of funding
479.295,00 €
Total budget
479.295,00 €
Sponsor
BMFTR
Content description of the project
Brief description
  • Erforschung einer kontinuierlichen, flexiblen und skalierbaren Batteriesuspensionsproduktion

  • Aufstellung von Qualitätskriterien für die kontinuierliche Suspensionsherstellung

  • Kopplung von verschiedenen kontinuierlichen Dispergier- und Beschichtungsgeräten (z. B. Extrudern und Schlitzdüsen)

  • Reduktion des Lösemitteleinsatzes

  • Entwicklung von Prozess-Qualität- und Prozess-Kosten-Modellen

Detailed description
Challenges and goals

Um kostengünstige und qualitativ hochwertige Batterien herzustellen, verspricht insbesondere die Elektrodenherstellung großes Verbesserungspotenzial. Die Material verarbeitenden Verfahrensschritte bestimmen zudem stark die finale Qualität der Elektroden. Ziel des am Institut für Partikeltechnik der TU Braunschweig durchgeführten Projektes KonSuhl im Rahmen des ProZell-Clusters ist es deshalb, den als Stand der Technik beschriebenen diskontinuierlichen Herstellungsprozess von Elektrodensuspensionen in Planetenmischern durch einen kontinuierlichen Prozess, z. B. durch einen Extruder und andere In-line-Dispergiergeräte zu ersetzen.

Die Extruder bieten den Vorteil einer flexiblen und skalierbaren Produktion der Batteriesuspension. Durch gezielte Zugabe der einzelnen Komponenten können z. B. empfindliche Bestandteile der Suspension kurz vor Ende des Herstellprozesses hinzugegeben und effizient eingemischt werden. Auch ist es möglich, den Leitruß vor Hinzugabe der Aktivmaterialien gezielt zu dispergieren und damit eine optimierte Struktur der Rußagglomerate einstellen zu können. Zudem wird eine effiziente Dispergierung bei hohen Feststoffanteilen ermöglicht, was einen höheren Massendurchsatz durch einen geringeren Trocknungsaufwand bedeutet. Die hohen Feststoffgehalte verringern die Entmischung von Leitruß und Bindern, sodass dickere Schichten mit höherer Kapazität hergestellt werden können. Die Vermeidung einzelner Batches reduziert Qualitätsschwankungen und erlaubt einen vollautomatisierten Betrieb der Elektrodenproduktion durch Kopplung von Dispergier- und Beschichtungsschritt.

Neben praktischen Versuchen soll auch eine Modellbildung für die kontinuierliche Dispergierung durchgeführt werden. Ziel hierbei ist es, Prozess-Struktur- und Prozess-Kosten-Beziehungen aufzustellen.

Content and focus of work

Zur Erreichung der Projektziele werden zunächst Qualitätskriterien für die Suspensionsherstellung definiert. Hier kommen zum Beispiel die Partikelgrößenverteilung der Leitruße, das Vorhandensein einer Fließgrenze und der Restsauerstoffgehalt der Suspension in Betracht. Hierbei liegt der Schwerpunkt auf der objektiven Messbarkeit der Größen, die zudem wichtige Einflüsse der Suspensionsherstellung auf die Eigenschaften der Elektrode erfassen.

Eine Hauptaufgabe in diesem Projekt besteht in der Untersuchung des Extrusionsprozesses. Hier sollen die Einflüsse durch verschiedene Schneckengeometrien, unterschiedlicher Zugabepunkte von Feststoff- und Lösemittelkomponenten sowie weiterer Prozessparameter (Feststoffgehalt, Schneckendrehzahl, Intensität der In-line-Entgasung) evaluiert werden. Neben den bereits genannten Qualitätskriterien werden auch die Einflüsse auf die nachfolgenden Prozessschritte Beschichten und Trocken untersucht. Zudem sollen aus Suspensionen mit unterschiedlichen Eigenschaften (z. B. Rußaufschlussgrad, Rheologie) Elektroden hergestellt und charakterisiert werden.

Neben der Anpassung des Extrusionsprozesses an das neue Materialsystem mit dem Ziel der Herstellung beschichtungsfähiger Suspensionen und darauf aufbauend funktionsfähiger Elektroden erfolgt auch eine Etablierung einer kontinuierlichen Inline-Dispergierung. Diese soll als vorgeschalteter Prozess zur Einstellung definierter Rußgrößen dienen, indem Ruß-Lösemittel-Suspensionen dispergiert werden, ohne den Binder und das Aktivmaterial zu schädigen. Eine dem Extruder nach geschaltete Inline-Dispergierung ist ebenfalls Gegenstand der Untersuchungen. Neben der Verknüpfung kontinuierlicher Dispergierprozesse soll auch die Verknüpfung von diskontinuierlichen mit kontinuierlichen Prozessen untersucht werden.

In Hinblick auf die spätere Großserienproduktion wird zudem die Skalierbarkeit des Extrusionsprozesses in Hinblick auf den Durchsatz sowie die Langzeitstabilität des Prozesses evaluiert. Aus den gewonnenen Versuchsdaten sollen abschließend ein Prozess-Kosten-Modell zur Quantifizierung der gesteigerten Wirtschaftlichkeit der Elektrodenproduktion durch den Extrusionsprozess sowie ein Prozess-Qualitätsmodell für die kontinuierliche Suspensionsdispergierung entwickelt werden. Das Prozess-Qualitäts-Modell verbindet die Beanspruchung im Dispergierprozess mit der resultierenden Partikelstruktur und erlaubt damit die Vorhersage von resultierenden Strukturparametern.

Utilization of the results and contribution to energy storage

Im Rahmen des Projektes werden detaillierte Kenntnisse auf dem Gebiet der kontinuierlichen Suspensionsherstellung für Massenproduktionsprozesse und in nachfolgenden Prozessschritten generiert. Dieses Know-how wird Herstellern von Elektroden, Batteriezellen, Maschinen und Anlagen in Form von Veröffentlichungen (innerhalb von drei Jahren nach Projektstart) bereitgestellt, um die Ergebnisse mit dem Ziel zu nutzen, Deutschland als Vorreiter auf dem Gebiet des Maschinen- und Anlagenbaus an der Weltspitze zu halten und auch die Zellfertigungsindustrie an der Spitze zu etablieren. Innerhalb dieses Projektes entwickelte prozesstechnische Ergebnisse sollen als Grundlage möglichst direkt in die industrielle Entwicklung und Fertigung einfließen. Hier können insbesondere die in diesem Projekt evaluierten Qualitätskriterien genannt werden, welche direkt für die Qualitätssicherung innerhalb einer Großserienfertigung genutzt werden können, aber auch die hinsichtlich Kosten und Qualität optimierte, kontinuierliche Prozessroute. Weiterhin können auch andere Anwendungsfelder, in denen Ruße verarbeitet werden, von der Rußgrößen-Analysemethodik profitieren und Anlagenhersteller Prozess-Know-how für andere Prozesse sammeln. Die Grundlagen hierfür liefern das Prozess-Qualität- und das Prozess-Kosten-Modell.

Die optimierte Suspensionsherstellung mittels Extruder kann zusätzlich langfristig (drei bis fünf Jahre) für neue Batteriesysteme (Lithium-Schwefel-Batterie, Festkörperbatterie) adaptiert werden.

Aufgrund der im Cluster zusammengeführten Expertise wird ein deutlicher Fortschritt im Hinblick auf die Weiterentwicklung und Optimierung der Gesamtprozesskette der Elektroden- und Zellfertigung innerhalb der Projektlaufzeit erwartet. Weiterhin wird die in diesem Projekt verwendete alternative Prozessroute eine diskontinuierliche Prozessführung wahrscheinlich innerhalb von drei Jahren als Standardprozessroute ablösen können.

Das Institut für Partikeltechnik wird die Projektinhalte und die erzielten Ergebnisse in allgemeingültige Erkenntnisse wandeln und somit mittelfristig (zwei bis drei Jahre nach Projektstart) eine Verbreitung der Ergebnisse in ihrer Lehre und Forschung vornehmen. Dies schließt neue Lehrinhalte in ingenieur- und naturwissenschaftlichen Disziplinen ein.

Project management as
Executing unit

Technische Universität Braunschweig

Braunschweiger LabFactories for Batteries and more

Battery LabFactory Braunschweig

Langer Kamp 19

38106 Braunschweig

DE

to the Website
Recipient of funding
Technische Universität Braunschweig

Universitätsplatz 2

38106 Braunschweig

DE

to the Website
Funding

Funding code: 03XP0074

Sponsor:

Bundesministerium für Bildung und Forschung
Referat 523: Werkstoffinnovationen, Batterie; Hereon, KIT

Project management agency (governmental):

Projektträger Jülich
Arbeitseinheit NMT: Neue Materialien und Chemie

Profile of funding:

Technologie- und Innovationsförderung

Type of funding:

PDIR

Systematic nature of the performance plan:

Li-Ionen-Batterien


This project is part of the funding initiative

  • Internetauftritt zu ProZell

  • Bekanntmachung zu Clusters Go Industry (Bundesanzeiger vom 03.02.2023)

  • Project management

    Technische Universität Braunschweig

    Braunschweiger LabFactories for Batteries and more

    Battery LabFactory Braunschweig

    Langer Kamp 19

    38106 Braunschweig

    DE

    to the Website
    Project manager

    Mr.

    Prof. Dr. Arno Kwade
    +49 531 391-9610
    a.kwade@tu-braunschweig.de
    Press contact
    Technische Universität Braunschweig
    Stabsstelle Presse und Kommunikation
    Universitätsplatz 2
    38106 Braunschweig
    Niedersachsen
    +49 531 391-4125
    presse@tu-braunschweig.de
    to the press portal
    Links
    to the website of the project
    Final reports and other publications at the TIB - Leibniz Information Centre for Science and Technology and University Library
      Final reports and other publications on the funding code "03XP0074"
    • Map view
      • Organizations
      • Projects
      • Infrastructure
    • Links
      • More Projects
      • Participation
      • About us
      • Privacy policy
      • Imprint